Ein Fall für Wells & Wong

Ein wirklich schöner, klassischer Detektivroman im Stil von Agatha Christie und Arthur Conan Doyle. Auf jeden Fall sehr lesenswert, nicht nur für Jugendliche !!!

„Literaturwerkstatt- kreativ“ rezensiert

„Mord ist nichts für junge Damen“ von Robin Stevens

Wir schreiben das Jahr 1934. Die Protagonistinnen Daisy Wells und Hazel Wong gehen auf die Deepdean-Mädchenschule in England. Dort haben sie ihr geheimes Detektivbüro „Detektei Wells & Wong“ gegründet. Beide Mädchen sind 13 Jahre alt, Neuntklässlerinnen und von ihrem Naturell her sehr unterschiedlich. Zusammen sind sie jedoch ein gutes Team.

Daisy Wells ist Engländerin und eine sehr beliebte und angesehene Schülerin. Sie ist sehr scharfsinnig und die treibende Kraft der Detektei. Sie hat es ganz gern, wenn die anderen Mädchen nach ihrer Pfeife tanzen.

Hazel Wong (die Ich-Erzählerin) stammt aus Hongkong, ist sehr ruhig und macht bis zu einem gewissen Punkt auch alles für ihre Freundin Daisy. Auch sie ist eine gute Kombiniererin und nicht zu unterschätzen.

Bisher hatte die Detektei „Wong & Wells“ nicht allzu viel zu tun, das ändert sich aber schlagartig an dem Tag, als Hazel die Lehrerin Mrs. Bell tot in der Turnhalle auffindet. Zuerst denkt Hazel, es sei ein Unfall gewesen, aber als sie kurz darauf Hilfe holt und wieder in die Turnhalle kommt, ist die Leiche verschwunden. Für die „Detektei Wells & Wong“ ist alles klar. Es handelt sich um einen Mordfall und die beiden Mädchen beginnen zu ermitteln.

Mord ist nichts für junge Damen.II. cdr (Kopie)

 

 

 

 

 

 

Fazit:

Robin Stevens ist mit ihrem Buch ein guter Einstieg in eine Serie gelungen. Sie hat die beiden Protagonistinnen gut eingeführt und anschaulich beschrieben; durch die Rückblenden im Buch konnten wir die Beiden recht gut kennen lernen. Auch die Nebencharaktere sind gut herausgearbeitet. Hazel Wong ist erst einmal für mich die Sympathieträgerin, da man bei Daisy immer wieder das Gefühl hat, dass sie die anderen Mädchen ausnutzt. Da Hazel zudem die Ich- Erzählerin ist und wir alles aus ihrer Perspektive erleben, wird die Nähe zu ihr dadurch noch verstärkt. Der Aufbau der beiden Figuren erinnert natürlich schon an Sherlock Holmes und Dr. Watson, da wirkt Watson auch erst mal als der sympathischere der beiden und die Geschichten werden auch aus seiner Sicht erzählt. Die Kriminalroman ist leicht und flüssig und sehr gradlinig geschrieben, sodass Jugendliche dass Buch gut verstehen und erfassen können. Ich konnte das Buch gut in einem Rutsch durchlesen. Langeweile kam nie auf.

Sehr ansprechend finde ich das Cover, das an alte Krimis aus den 20er und 30er Jahre erinnert und ein kleiner Eyecatcher ist. Gut gefallen und hilfreich fand ich die Übersichtskarte der Schule, die Auflistung der Personen die im Roman eine Rolle spielen und den „Daiys Deepdean-Führer“ (Begriffserklärungen) am Ende des Buches.

Ein wirklich schöner, klassischer Detektivroman im Stil von Agatha Christie und Arthur Conan Doyle. Auf jeden Fall sehr lesenswert, nicht nur für Jugendliche !!!

Der zweite Fall: „Teestunde mit Todesfall“ erschien am 16.02.2017

Der dritte Fall: „ Mord erster Klasse“ erscheint am 21.09.2017

 

Autorin:

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Besten Dank an den Knesebeck Verlag für das Rezensionsexemplar. 

Robin Stevens wurde zwar in Kalifornien geboren, wuchs aber in einem College in Oxford, gleich neben dem Wohnhaus von Alice im Wunderland, auf. Schon in frühester Kindheit wollte sie entweder Hercule Poirot oder Agatha Christie werden. Als das mit dem beeindruckendem Schnauzbart nichts wurde, entschied sie sich für eine Karriere als Krimiautorin.

Weitere Informationen zu Robin Stevens finden Sie unter:
http://www.robin-stevens.co.uk/blog/

Details:

Verlag: Knesebeck Verlag (18. August 2016) http://www.knesebeck-verlag.de/mord_ist_nichts_fuer_junge_damen/t-1/500

288 Seiten / 14,95 Euro

ISBN 978-3-86873-904-6 / Lese-Alter ab 12 Jahre

Übersetzt von: Nadine Mannchen

 

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