„Beatrice – die Furchtlose“

Heute war der Himmel blau und die Sonne schien im Ruhrgebiet und so konnte ich einen ausgiebigen Sonntagsparziergang machen und Euch nun auch noch Beatrice vorstellen. Eine etwas andere Heldin, aber lest selbst !!!

Literaturwerkstatt- kreativ“ rezensiert:

Beatrice – die Furchtlose“ von Matthieu Sylvander

„Es war einmal eine junge und schöne Heldin, die auf den süßen Vornamen Beatrice hörte.“

Diese fand ihren Namen zu kurz und wollte sich auch von den anderen Beatrices unterscheiden und gab sich kurzerhand den Beinamen : „die Furchtlose“.

„Beatrice – die Furchtlose“  ist fortan Abenteurerin von Beruf und hilft den Armen und Schwachen.

An einem schönen Morgen reitet Beatrice mit ihrer Stute Veronique über die Landstraße auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Als auf einmal Schwefelgeruch in der Luft liegt und ein mächtiges Grollen zu hören ist. Beatrice stürzt sich sofort rein in die Gefahr und rettet kurzerhand eine grüne Prinzessin. Davon aber nicht genug, weitere Heldinnentaten warten auf sie. Sie rettet einen Prinzen von seiner Computersucht. Sie befreit ein kleines Dorf von einem riesigen Ungeheuer und dann begegnet ihr sogar noch der Teufel. Ob Beatrice auch dieses Abenteuer unbeschadet übersteht?

Beatrice Unten (Kopie)

  Fotos: © Perceval Barrier

Fazit:

Eine Leserin hat einmal zu Matthieu Sylvander gesagt, in seinen Geschichten gäbe es nicht genügend Heldinnen. Dies wollte er nicht so stehen lassen und hat mit Beatrice gleich eine sehr außergewöhnliche Heldin erschaffen. Die Protagonistin ist mutig, gerecht, heldenhaft. Alles Attribute die wir normalerweise meist bei männlichen Helden vorfinden. Diese Idee finde ich auch ausgesprochen gut. Ich liebe Kinderbücher die nicht Geschlechtsspezifischen daher kommen oder den Mainstream bedienen. Mir persönlich war es jedoch ein bisschen zu viel des Guten. Das ganze gleicht eher einer Parodie und genau damit habe ich auch so meine Probleme. Denn inwieweit Kinder von acht Jahren mit dieser Überzeichnung etwas anzufangen wissen bleibt fraglich. Was mir gut gefallen hat ist der Umfang des Buches, denn mit knapp 100 Seiten spricht es auch gerade Kinder an, die noch nicht ganz so gut lesen können und von dickeren Büchern eher erschlagen werden. Die Comic-artigen Zeichnungen von Perceval Barrier unterstreichen den Erzählstil des Autors und passen auch gut dazu, sprechen mich persönlich leider nicht ganz so an. Der Schreibstil von Sylvander ist klar und flüssig, sodass Kinder ihm gut folgen können. Das Handys und Computer mit in die Geschichte einbaut wurden, werden Sie mögen.

Rezensionen sind natürlich immer stark von persönlichen Vorlieben gekennzeichnet und so konnte mich dieses Kinderbuch leider nicht ganz in seinen Bann ziehen. Es fehlte mir einfach der Charme in der Gesamtkomposition.

Doch, – Kinder haben – wie man bekanntlich weiß – immer eine völlig andere Sichtweise auf die Dinge !!!

 

Autor:

Xanten 082 (Kopie)

Besten Dank an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar.

Matthieu Sylvander wurde 1969 geboren und verbrachte seine Kindheit und Jugend in Frankreich, Algerien und Saudi-Arabien. Heute lebt er in Toulouse und versucht, seinen Beruf als Seismologe mit seiner Arbeit als Kinderbuchautor zu verbinden, was einer Art von Seiltanz gleichkommt. In seinen Büchern beschäftigt er sich gerne mit Figuren, die irgendwie anders sind.

Illustrator:

Perceval Barrier hat seinerseits nur eine Schwester, aber er zeichnet gerne Pferde und Schlösser. Er mag auch Geschichten von Prinzen und Prinzessinnen, und ab und zu spielt er Computerspiele. Diese Geschichte war also wie für ihn gemacht.

Details:

Verlag: Rororo rotfuchs (18.08.2017 ) / 96 Seiten / 9,99 Euro

Gebundene Ausgabe: empfohlenes Alter: ab 8 Jahren

ISBN: 978-3-499-21798-2  / übersetzt von: Lisa-Marie Lutz