Charles Dickens

Charles Dickens in den Gassen Deventer

Die Bürger des niederländischen Städtchens Deventer lassen alljährlich vor Weihnachten die Welt von Charles Dickens lebendig werden.

Die feine Gesellschaft hat sich herausgeputzt. Flaniert durch die Gassen der Stadt. Trifft sich zum Plausch. Doch nicht jeder wandelt auf der Sonnenseite des Lebens. Am Ende der Straße mühen sich Frauen und Mädchen mit Rubbelbrett und Bürste ab, um Wäsche zu reinigen. Aus schweren Bottichen dampft die heiße Seifenlauge. Gegenüber spielt die Heilsarmee „Molly Malone“, und rußverschmierte Waisenkinder liegen halb erfroren und bettelnd in der Gosse. Scrooge hastet unbeeindruckt weiter.

„Macht Platz für den Tod“, hallt es plötzlich durch die Gasse. Dem Leichenzug muss auch der notorisch schlecht gelaunte Mann ausweichen. Dann bleibt er neben einer Suppenküche stehen. „Ein Teller Erbsensuppe – zwei Euro“, steht auf dem Schild. Das klingt weder nach 1860 noch nach britischem Königreich. Alles eben nur gespielt. Was vor 23 Jahren klein begann, hat sich in Deventer zu einem formidablen Spektakel um Charles Dickens gemausert. Der britische Autor, der vor 200 Jahren in Portsmouth geboren wurde, ist der geistige Vater von Ebenezer Scrooge, Oliver Twist, David Copperfield, Nicholas Nickleby, Samuel Pickwick, Uriah Heep und Toby Veck.

 

Hier einige Inspirationen:

 

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