Die sieben Leben des Arthur Bowman

„Die sieben Leben des Arthur Bowman“ ist mit Sicherheit ein sehr außergewöhnlicher Roman, der mich persönlich sehr begeistert hat und den ich allen Abenteurern ans Herz legen möchte !!!

Ein schönes Wochenende mit viel Lesezauber wünsche ich Euch !!!

„Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“ stellt vor:

Die sieben Leben des Arthur Bowman“ von Antonin Varennes

1852 – 1864

Birma – London – Neue Welt – Sierra Nevada

Arthur Bowman war 15 Jahre in Diensten der englischen Armee und zuletzt für die Ostindienkompanie in Birma tätig. Er gilt als einer der härtesten Söldner überhaupt. Nach einer längeren Gefangenschaft in Birma, die durch Narben an Körper und Geist gekennzeichnet sind, kehrt er als gebrochener Mann nach London zurück. Er arbeitet dort als Polizist. Mit Alkohol und Opium versucht er die Gespenster der Vergangenheit hinter sich zu lassen. Nur durch die Rauschmittel betäubt findet er in den Schlaf. Als London unter der Jahrhunderthitze ächzt, findet Bowman in der Kanalisation eine verstümmelte Leiche und wird des Mordes verdächtigt. Die Narben auf der Leiche sind nämlich die Gleichen, die auch Bowmans Körper zeichnen. Sie wurden ihm und den anderen Soldaten während ihrer Gefangenschaft in Birma zugefügt. Bowman ist überzeugt, dass der Mörder einer der Überlebenden sein muss. Als Jäger und Gejagter bricht er nun auf um den Mörder zu finden. Die Suche führt ihn auf eine lange Reise, wo er sich nicht nur dem Mörder, sondern auch seinen eigenen Dämonen stellen muss. Sein Weg führt ihn in die Neue Welt, wo bereits weitere dieser bestialischen Morde geschehen sind. Arthur Bowman muss sich beeilen um weitere Morde zu verhindern. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt…

 

 

Fazit:

Antonin Varenne hat mit seiner Geschichte gleich mehrere Genre bedient. Er hat sowohl einen Abenteuer-, einen Krimi-, als auch einen Westernroman geschrieben und uns Leser dabei auf eine sehr opulente und drastische Reise mitgenommen. Er erzählt eine weitschweifende und oft auch düstere Geschichte, die aber nie langatmig wird, da Varenne über einen begnadeten Erzählstil verfügt. Er erzählt und beschreibt sehr klar und bildhaft, sodass die einzelnen Bildsequenzen mir deutlich vor Augen waren. Ob es die Farbenpracht des Dschungel in Birma, die stinkenden Straßen von London, oder die Gebirgszüge der Sierra Nevada in Amerika sind. Aber auch die Qualen die Arthur Bowman durchlitt waren spürbar. Varenne hat mit Bowman einen Antihelden par excellence kreiert, mit dem wohl sicher nicht jeder zurecht kommt. Für mich lag jedoch gerade hier der Reiz und die Faszination dieser Figur; In diesem Leiden, in seinem „Untergehen“, dahinvegetieren, die Folter ertragend und dennoch den eisernen Willen zu haben all dem zu widerstehen, um sich dann wie ein Phönix aus der Asche zu erheben, um weiter zu leben.

„Die sieben Leben des Arthur Bowman“ ist mit Sicherheit ein sehr außergewöhnlicher Roman, der mich persönlich sehr begeistert hat und den ich allen Abenteurern ans Herz legen möchte !!!

 

 

Autor:

Die sieben Leben des Arthur Bowman von Antonin Varenne

Besten Dank an den „Penguin Verlag“ für das Rezensionsexemplar.

Antonin Varenne, geboren 1973, studierte Philosophie in Paris. Er war Hochhauskletterer und Zimmermann, arbeitete in Island, Mexiko und in den USA, wo er seinen ersten Roman schrieb. Seine Werke wurden mit den wichtigsten französischen Krimipreisen ausgezeichnet. »Die sieben Leben des Arthur Bowman« stand wochenlang auf der KrimiZEIT-Bestenliste. Bei Penguin erschien zuletzt sein Thriller »Die Treibjagd«.

 

Details:

Taschenbuch (10.04.2018) (https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Die-sieben-Leben-des-Arthur-Bowman/Antonin-Varenne/Penguin/e537519.rhd)

576 Seiten / 12,00 Euro / ISBN: 978-3-328-10303-5

Vorher Hardcover / C. Bertelsmann Verlag (18. Mai 2015)

Aus dem Französischen von Anne Spielmann
Originaltitel: Trois mille chevaux vapeur
Originalverlag: Éditions Albin Michel, Paris 2014